update 02.01.2009/wymp
Das letzte Rösslitram in Zürich am 5. August 1900 vor dem Restaurant 'Friedensburg' im Seefeld. (Bild: Wikipedia)
Zuerst etwas zur Geschichte:
Am 5. September 1862 verkehrte in Zürich erstmals ein Pferdetram. Die drei normalspurigen Linien führten alle vom Paradeplatz aus in verschiedene
Richtungen. 1896 wurden dann verschiedene private Bahngesellschaften in die "Städtische Strassenbahn (StStZ) zusammengeführt. Das Netz wurde rasch erweitert. Nach und nach mauserte sich das
Zürcher Tram zum Massenverkehrsmittel. 1931 wurden auch die letzten privaten Trambetriebe LSB und ZOS ins städtische Netz übernommen. Damit waren auch Schlieren und Oerlikon integriert.
Der Start in die Moderne erfolgte 1939 als die Durchführung der Landesausstellung in Zürich für die StStZ die bisher grösste Belasung mit sich brachte. Nach dem Krieg und einigen darauffolgenden schwierigen Jahren sowie die beginnende Konkurrenz des Autos, erfolgte 1950 die Namensänderung in "Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich" (VBZ) und damit auch die Übernahme des Autobusverkehrs in das Angebot. Nachdem in der Folge einige Tramlinien auf Bus umgestellt wurden, erfuhr das Tramnetz von Zürich seit 1960 keine nennenswerten Änderungen mehr. 1978 wurde erneut eine leichte Anpassung der Namensgebung in (Verkehrsbetriebe Zürich) VBZ Züri-Linie. vorgenommen um modernen Marketinganforderungen gerecht zu werden. Heute umfasst das Zürcher Tramnetz 13 Linien.
Das etwas andere Cobra-Tram der Glatttalbahn (Bild PD)
Zürich war schon seit jeher eine Tramstadt. Die kurz- und mittelfristige Zukunft hat daher insbesondere die bessere Vernetzung der Agglomeration mit der Kernstadt und die Erstellung on Tangentialverbindungen zum Ziel. Auf Initative der Gemeinden im Glattal wurden 1993 die Verkehrsbetriebe Glattal (VBG) gegründet, welche die Grundidee der Glattalbahn zur Verwirklichung in Angriff genommen. Schliesslich wurde 2006 die neue Glatttalbahn als Teil des Verkehrsverbunds Zürich eingeweiht. Ab 14. Dezember 2008 führt die Linie 10 des VVZ, geführt von den neuen Cobras der VBG, vom Hauptbahnhof Zürich bis zum Flughafen Zürich.
Was bringt die Zukunft?
Für die VBZ besteht die nahe Zukunft vor allem darin die Vervollständigung der Cobra-Flotte abzuschliessen. Streckenmässig soll die Zukunft zusammen der Glattalbahn in Angriff genommen werden. So stehen Verlängerungen der Linien 7 nach Dübendorf und Wangen) sowie 9 (nach Glattzentrum und und Dietikon Süd) zur Diskussion. Dabei werden zum Teil die Trassen der VBG mitbenützt. Umstritten ist allerdings noch der Bedarf dieser Verlängerungen. Es exisitieren daher bisher auch noch keine konkreten Planungen.
Ce 4/4 "Elefant" (Bild VBZ)
Die Fahrzeuge:
In Zürich, wie in anderen Städten wurde das Tramzeitalter in den 60er und 70er Jahren durch die sog. Standardtypen und späterer darauf basierende Weiterentwicklungen unter der Bezeichnung "Karpfen" geprägt. Später ging Zürich auf das Prinzip der Gelenktriebwagen über und beschaffte die dreiteiligen Be 4/6, welche bald den Beinamen "Mirage" bekamen, weil die Beschaffung zeitgleich mit dem gleichnamigen Kampfjet der Schweizer Luftwaffe erfolgte und wohl auch deswegen, weil auch diese "Mirages" erheblich mehr kosteten als veranschlagt war. Einzigartig hingegen ist aber das Prinzip der motorisierten Beiwagen Be 4/6, das in Zürich ab 1968 mit der sog. "Blinden Kuh", einem dreiteilen Gelenktram ohne Führerstand eingeführt wurde, welches in Doppeltraktion mit den Mirages die Steilstrecken in Zürich meisterte. Das Rückgrat der Fahrzeugflotte wird heute immer noch durch das Tram 2000 zusammen mit der sog. Tram 2000 Sänfte (Niederflur-Mittelteil) dargestellt. Nach wie vor wird auch beim Tram 2000 das Konzept der motorisierten Anhänger angewendet. Heute verkehren 98 Motorwagen
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